Workshop Spirituelle Rückführung
Rückführung Einzeltermin
Die erste Rückführung
Was passiert, wenn wir durch den Rückführungsleiter in einen Zustand gebracht werden, der außerhalb des jetzigen Lebens und damit außerhalb der jetzigen bewussten Erfahrungen liegt?
Auch in diesem Leben gibt es viele Situationen, beispielsweise in der Kindheit, an die wir uns nicht mehr erinnern können. Erst durch die Arbeit mit dem Unterbewusstsein werden sie wieder in das Bewusstsein geholt. Ähnlich verhält es sich mit der Rückführung in das vorherige Leben. Auch hier dürfen wir davon ausgehen, dass die Erfahrung unbewusst bzw. in dem inneren Anteil unserer „Seele“ - wie immer man sich diese vorstellt - vorhanden ist. Mit den Methoden der Rückführung machen wir unbewusste Erfahrungen aus einem oder auch mehreren vergangenen Leben wieder bewusst.
Wenn wir uns in den Zustand eines vorherigen Lebens befinden, dann passiert häufig Folgendes: Wir bekommen innere Bilder und/oder Gefühle oder auch Gedanken/Intuitionen, und diese werden über unser Bewusstsein gefiltert bzw. rationalisiert. Da hört man schon mal den Satz „Das glaube ich jetzt nicht!“ Es ist jedoch wichtig, diesen Informationen erst einmal zu vertrauen und diese zu zulassen. Dann kann sich alles weitere entwickeln. Wenn wir alles innerlich ständig hinterfragen, dann blockieren wir uns dadurch selbst und die innere Verbindung bricht ab. Also vertrauen Sie auf das, was passiert. Manche wollen etwas Bestimmtes sehen. Auch dann blockieren wir uns selbst. Umso mehr wir innerlich loslassen und ohne Ziel, Anspruch und Wertung uns einer höheren Führung anvertrauen können, umso mehr wird sich zeigen dürfen.
Die Entwicklung der Seele
Die Erkenntnis aus der Rückführung in Vorleben ist, dass wir alle eine Seele in uns tragen. Unsere Seele kommt in einer ganzen Reihe von Inkarnationen immer wieder auf diese Welt. Wir machen in den jeweiligen Inkarnationen immer wieder neue Erfahrungen, um uns als Seele weiter zu entwickeln. All das wirkt unbewusst in uns. Daraus ergeben sich Erklärungsansätze für psychische und körperliche Probleme oder für Konflikte mit anderen Menschen.
Das Konzept der Rückführung bzw. Reinkarnation geht davon aus, das wir bereits sehr viele Leben hinter uns haben. Wir haben einen Körper, der sterblich ist und eine Seele, die unsterblich ist. Die Seele kommt auf diese Welt und geht von dieser Welt. Dann kommt sie zurück in einem anderen Körper, um eine neue irdische Erfahrung zu machen. Die Seele durchläuft also eine Entwicklung.
Das Konzept des Karmas
Ein weiterer wichtiger Aspekt in der Rückführungsarbeit ist das Konzept des Karmas. Das Wort Karma kommt aus dem Sanskrit und heißt „Tat“. Es bedeutet, dass wir nicht nur verantwortlich sind für alle Taten aus dem jetzigen Leben, sondern auch für die aus allen vorhergehenden Inkarnationen. Wenn wir mit einem Menschen in Konflikt stehen, so zeigt sich häufig in Rückführungen, dass dies auf Taten in vorangegangenen Leben beruht. Vielleicht haben wir diesem Menschen „früher“ etwas angetan, wofür er sich heute „rächen“ will. Dieser lange währende Konflikt schwingt auf der Seelenebene immer noch mit. Oder wir haben vielleicht eine bestimmte Krankheit oder ein psychisches Leiden. Dieses Leiden ist möglicherweise für uns eine wichtige Erfahrung, weil wir anderen ähnliches Leid angetan haben oder dafür verantwortlich waren. Unsere Seele muss also heute diese Erfahrung machen, um daraus zu lernen. Das Karma, das wir mit uns tragen, ist nicht als Bestrafung zu verstehen, sondern als Lektion, um diesen Aspekt zu bearbeiten. Wenn wir in einer Rückführung erkennen sollten, dass es eine solche Verbindung gibt, dann ist ein wesentlicher Schritt getan. Wir wissen, warum wir eine solche Belastung tragen. Die Verbindung zwischen den heutigen Lebensumständen und unseren vorherigen Inkarnationen ist als Schritt der Erkenntnis sehr wichtig.
Die Reisen in unsere vorherigen Leben sind nicht so sehr als „Sensations-Abenteuer“ zu verstehen, etwa um herauszufinden, war ich mal Prinz, Hohepriesterin oder eine andere bedeutende Persönlichkeit. Das ist eher Stoff für Fernsehdokumentationen, in denen es darum geht zu „beweisen“, dass es die Reinkarnation gibt. Auch dies hat seinen Stellenwert. In der Rückführung geht es darum jedoch nicht. Es geht vielmehr um Fragen wie die, wie wir z.B. als König mit der Macht umgegangen sind. Vielleicht sind wir für einen Krieg verantwortlich, den wir angezettelt haben. Wenn die Einsicht besteht, dass wir eine Schuld begangen haben und wir daraus für die Zukunft etwas gelernt haben, dann ist ein wesentlicher Teil des Karmas abgetragen.
Karma wird häufig negativ verstanden. Es ist aber als Begriff neutral. Für gute Taten werden wir auch entsprechend belohnt.
Spirituelle Aspekte
Alle vorgehenden Ausführungen möchte ich nicht als Tatsachen hinstellen. Sie sind auch nicht im klassischen Sinne beweisbar. Es sind vielmehr in vielen Rückführungen gesammelte Erfahrungen. Wir können mit diesem Konzept arbeiten, um bestimmte Dinge aufzulösen. Wir können das Leben heute anders gestalten, z.B. den Abbau von negativem Karma ein wenig beschleunigen, indem wir einsichtig sind. Oder bestimmte Qualitäten in uns akzeptieren und auch leben. Dann können wir in zukünftigen Inkarnationen neue Aufgaben bewältigen und neue Erfahrungen machen. Ansonsten müssen wir wohl in jeder Inkarnation immer wieder das gleiche Thema bearbeiten.
Wenn wir über mehrere Inkarnationen immer wieder geboren werden, dann ist natürlich ganz einleuchtend, dass wir auch in unterschiedlichen Geschlechtern wiedergeboren werden – mal als Mann und mal als Frau - und je nachdem, was wir zu lernen haben, den männlichen Teil oder den weiblichen Teil leben. Wir können bestimmte Erfahrungen nur als Frau machen und andere nur als Mann. Und wir werden immer auch in verschiedenen Kulturen wiedergeboren. Ebenso erleben wir uns auch in unterschiedlichen Positionen als Bauer, Priester oder Königin. Auf der Seelenebene sind wir somit alle untereinander verbunden.
„Wir sind keine menschlichen Wesen, die eine spirituelle Erfahrung machen,sondern wir sind spirituelle Wesen, die eine menschliche Erfahrung machen.“
Dies ist eine ganz andere Sichtweise unseres Daseins hier auf Erden.Sie führt uns zu den drei zentralen Lebens-Fragen:
Woher komme ich?
Warum bin ich hier?
Wohin gehe ich?
Die Arbeit mit und das Erleben von Rückführungen kann zumindest hierzu einige Antworten geben. Das ist ein weiterer Aspekt, der verbunden ist mit der Frage: Was ist mein Lebensauftrag? Warum bin ich hier auf dieser Erde? Warum ist mein Leben so wie es ist? Was habe ich eigentlich zu tun? Habe ich das bereits getan oder liegt es noch vor mir?
Wir haben alle den freien Willen. Es ist einiges angelegt, aber es ist und bleibt unsere Entscheidung, welchen Weg wir wählen. Und die gute Nachricht ist, wenn wir es in dieser Inkarnation nicht schaffen, so bekommen wir die Aufgabe in der nächsten Inkarnation erneut und dürfen sie dann erfüllen. In dieser Dimension spielt Zeit überhaupt keine Rolle.
Was ist also meine Vision? Was ist meine Lebensperspektive? Was ist mein innerer Auftrag? Worum habe ich mich zu kümmern? Vielleicht habe ich auch keinen bestimmten Auftrag, sondern dieses Leben ist ein Ruhepausen-Leben. Dieses Leben ist einfach angenehm. Auch das ist in Ordnung. Auch das gehört zur Entwicklung.
Die Seelenfamilie
Ein weiterer Aspekt in der Arbeit mit Rückführung ist der, dass wir als Seele mit anderen Seelen verbunden sind. Wir haben eine Seelen-Familie, mit der wir über mehrere Inkarnationen eng verbunden sind. Es gibt weitere Seelen, mit denen wir eher lose verbunden sind. Diese Gruppen von Seelen nennen wir Seelensippe. Mit unserer Seelen-Familie sind wir im irdischen Leben in unterschiedlichen Konstellationen zusammen, z.B. kann unser heutiger Vater in einer früheren Inkarnation unser Sohn gewesen sein. Oder unsere Frau war in einer vorherigen Inkarnation unsere Tochter. Der Sinn ist, voneinander zu lernen. Eine der Fragen, die bei Rückführungen gerne gestellt werden, ist: Kennst du diese Person aus deinem heutigen Leben? Sie sieht natürlich anders aus, aber es gibt ein inneres Wissen, dass wir die Person bereits kennen. Diese Erkenntnis kann in zwei Richtungen gehen. Zum einen können wir uns freuen, dass wir mit diesem Menschen wieder zusammen sind. Aber es kann auch sein, dass wir mit ihm einen Konflikt haben, der seine Ursache in einer vorherigen Inkarnation hat. Es kann sein, das wir deshalb eines unserer Kinder mehr bevorzugen. Oder dass wir mit dem Vater Stress und mit der Mutter überhaupt keine Probleme haben. Natürlich kann es auch sein, dass wir in einem Familiensystem leben und mit Personen zusammen sind, die wir bisher noch nie kennen gelernt haben. Die Seelenfamilie ist nicht mit der irdischen Familie identisch, obwohl häufig Mitglieder unserer Familie/Verwandte auch Mitglieder unserer Seelenfamilie sind.
Die Zwillingsseele
Es gibt eine Seele mit der wir besonders eng verbunden sind - unsere Zwillingsseele.Die Zwillingsseele ist bei der Geburt unserer Seele entstanden. Bei dem Ursprung unserer Seele gab es eine Aufspaltung in die Dualität, in einen weiblichen und einen männlichen Pol. Dies erkennen wir nicht nur in unserer Inkarnation als Mann oder als Frau, sondern vielmehr darin, inwieweit wir den männlichen oder weiblichen Anteil repräsentieren. Viele haben den Wunsch, ihre Zwillingsseele zu treffen oder sich mit ihr zu verbinden. Wenn wir unserer Zwillingsseele begegnen, dann ist dieses Treffen sehr emotional, weil wir auf einer tiefen Ebene innigst miteinander verbunden sind. Unsere Zwillingsseele ist von der Seelenentwicklung uns sehr ähnlich. Wir haben ähnliche Probleme und ähnlichen Themen, mit denen wir uns beschäftigen müssen. Eine solche Beziehung kann aber auch sehr problematisch sein, gerade weil wir uns sehr ähnlich sind. Ein Treffen kann aber auch einfach ganz unmöglich sein, weil unsere Zwillingsseele zurzeit gar nicht inkarniert ist oder weil sie in einer ganz anderen Kultur lebt und es unwahrscheinlich ist, dass wir ihr begegnen.
Erkenntnisse aus der Rückführungsarbeit
Wir haben in verschiedenen Leben unsere Erfahrungen gemacht. Wir haben vielleicht noch einiges aufzuarbeiten. Wir sind mit verschiedenen Seelen verbunden. Und wir können mit dem Anschauen unserer vorherigen Leben einiges besser erklären, das uns bisher unverständlich war. Wir können Verbindungen zu unserer Seelenfamilie erkennen. Wir können Leiden erkennen, die uns unbewusst heute noch belasten. Wir können Verschuldungen aus den Vorleben aufdecken, die wir ggf. heute noch abtragen müssen.
Die Rückführung können wir nicht nur für solche Erkenntnis nutzen, sondern auch, um ressourcenorientierte Arbeit zu leisten. Wenn unsere Seele an einer Situation aus einem Vorleben leidet, dann können wir diese Situation so verändern, wie wir es mit Situationen in diesem Leben auch tun würden.
Manchmal reicht aber auch das Erkennen schon aus. Wir können das spezifische Thema wieder in das Vorleben zurücksenden, aus dem wir es versehentlich mitgenommen haben. Das geht allerdings nicht, wenn noch ein Karma-Ausgleich zu leisten ist. Oder wir nutzen die neu gewonnene Erkenntnis und ziehen in unserem Leben heute daraus entsprechende Konsequenzen.
Grundsätzlich gilt: Es geht immer um Veränderungen in der Gegenwart, im Leben heute.
Bei der Arbeit mit Rückführungen stellt sich oft die Frage: Kann ich mich darauf einlassen und die Bilder annehmen? Gerne darf man das Ganze als Phantasien oder als Spiegelungen des Unterbewusstseins bezeichnen. Solange ich die Erkenntnisse für mich annehmen kann, ist die Erfahrungstatsache der Reinkarnation zweitrangig.
Die Frage, die viele nach der ersten Selbsterfahrung mit der Rückführung stellen, lautet: War das tatsächlich so oder ist es meine Phantasie. Trotz aller „Beweise“ muss das jeder für sich selbst zu gegebener Zeit beantworten.
Manche Menschen haben Angst in ein vorheriges Leben zu schauen, da sie befürchten, etwas zu sehen, was sie lieber nicht sehen möchten. Wenn ich bewusst oder unbewusst nicht bereit bin, werden sich in der Regel keine Bilder zeigen. Es werden uns nur die Bilder gezeigt, mit denen wir umgehen können. Die unangenehmen Bilder, die mit Schmerzen verbunden sind (z.B. körperliche Verletzungen, gewaltsamer Tod), werden in der Regel dissoziiert, d.h. ohne Emotionen erlebt.
Die Seelen und Geistführer
Die Rückführung - so wie ich Sie verstehe- ist eine sehr spirituelle Arbeit. Wir - Rückführungsleiter und Klient- arbeiten nicht alleine, sondern werden von „Helfern“, unseren Seelen- bzw. Geistführern geführt, beschützt und begleitet. Diese geistigen Führer sind spirituelle Wesen, die uns dabei helfen wollen, dass wir uns weiterentwickeln. Wir geben die Führung der Rückführung innerlich ab. Nicht wir leiten die Rückführung, sondern wir werden angeleitet. Wir bekommen Intuitionen, Gedanken, Hinweise und Unterstützung, wenn wir dafür offen sind. Das bedeutet allerdings nicht, dass wir nun nichts mehr tun müssen. Das Handeln, die Entscheidungen und die Wahlfreiheit liegen bei uns. Es geht lediglich darum, sich von allen Urteilen und Bewertungen frei machen und uns einer inneren Führung anzuvertrauen. Wir können mit unserem geistigen Führer innerlich in Dialog treten. Wir bekommen dann „Antworten“ beispielsweise in Form von Bildern, Emotionen, Worten, Gedanken oder auch Symbolen.
Geistige Führer können sein: Verstorbene Personen (Familie, Verwandte, Freunde), verstorbene spirituelle oder religiöse Führer, Engel, eine fühlbare/sichtbare Energiegestalt oder ein Tier/Fabelwesen. Wir erkennen die geistigen Führer an ihrem Wesen. Sie sind freundlich, wohlgesonnen, humorvoll, helfend und liebevoll. Aus meiner Sicht sind es eher wir selbst, die ihnen eine Gestalt geben, um diese „Energiewesen“ für uns Menschen vorstellbar und begreifbar zu machen.
Artikel im Lebenstraum! Blog